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Berichte

Hochtour

28.06.2019

Hitzeschlacht am Gletscher

Am Freitag-Morgen fuhren wir zu Acht ins Ötztal und waren gespannt, welche Bedingungen uns auf der geplanten Gletscher-Tour erwarten würden. Nach dem Aufstieg von Rofen über 750 Hm präsentierte sich die Vernagt-Hütte in strahlendem Sonnenschein und Temperaturen über 20°C auf 2755 m Höhe. Nachdem wir am Nachmittag noch die Gegend oberhalb erkundet hatten, genossen wir die letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse.

Am Samstag war die Hochvernagtspitze unser Tagesziel. Zufrieden stellten wir fest, dass die Schneeauflage unterhalb und später auf dem Vernagtgletscher trotz intensiver Sonnenstrahlung gut begehbar war. Eine besondere Herausforderung bilden bei diesen Wetterbedingungen nicht nur Schneebrücken über Gletscherspalten, sondern auch massiv abfließende Gletscherbäche. In zwei 4er Seilschaften erreichten wir nach 3 Stunden eine Steilstufe, die zum finalen Grat und schließlich zum 3539 m hohen Gipfel führte. Nach ausgiebiger Rast mit phantastischem Panoramablick führte uns der Aufstiegsweg wieder zur Vernagthütte zurück. Das nachmittägliche Sonnenbad unter wolkenlosem, blauem Himmel hielt gefühlt jedem Vergleich mit einem Karibik-Urlaub stand - ein etwas unwirklicher Gesamteindruck - auf immerhin fast 2800 m!!

Da für Sonntag noch einmal höhere Tagestemperaturen vorausgesagt waren starteten wir bereits um 05:30 Uhr mit dem Tagesziel Petersenspitze in Richtung Taschachhochjoch. Da es die Schneeverhältnisse zuließen stiegen wir etwas östlich der geplanten Route eine Steilstufe ca. 80 Meter hinauf in einen Sattel, von dem der Weg auf dem Westgrat zum 3484 m hohen Gipfel zieht. Auch hier konnten wir wieder traumhafte Weit- und Tiefblicke genießen.

Der Abstieg führte über den Brochkogelferner zum Mitterkarjoch. Die Steilstufe hinunter auf den Mitterkarferner war dank der Schneeverhältnisse gut begehbar, verlangte aber dennoch volle Konzentration. Pünktlich zur Mittagszeit erreichten wir die Breslauer Hütte (2844 m), wo uns bereits die beiden Bergkameraden erwarteten, die für den heutigen Tag eine Alternativroute gewählt hatten. Nach gemeinsamer Rast und weiteren 850 Hm Abstieg hatten wir den Ausgangspunkt Rofen erreicht und konnten mit tollen Eindrücken von einem rundum gelungenen Hochtouren-Wochenende die Heimreise antreten.

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