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Berichte

Tagestour

22.09.2018

Schön – schöner – Schönau am Königsee

Der Nationalpark Berchtesgaden ist als eine der schönsten Ecken Deutschlands weit über die Grenzen hinaus bekannt. Ein besonderes Juwel in dieser Region stellt der Königsee dar. Genau er war jetzt das Ziel einer 25-köpfigen Bergsteigergruppe unserer Sektion des Deutschen Alpenvereines DAV.

Da die Umgebung um dieses Naturidyll sehr viel zu bieten hat, wurden auch gleich drei verschiedene Kategorien des Alpinismus angeboten. Am Grünstein, direkt hinter der Bobbahn gelegen, führt neben dem normalen Wanderweg auch ein relativ neuer Klettersteig zum Gipfel auf ca. 1310 m. Gemeinsam starteten Wanderer und Kraxler, bis sich nach ca. 45 Minuten ihre Wege trennten.

Beim sog. „Isidor“ Klettersteig (Kat. B/C) handelt es sich um einen relativ leichten, aber dennoch sehr ernst zu nehmenden Steig, der einerseits für Anfänger geeignet ist, andererseits stellenweise doch einiges an Kraftaufwand verlangt. Eine sehr gelungene Kombination aus Herausforderung und Genuss, wie die 11 Kletterer festgestellt haben. Auch zwei wesentlich anspruchsvollere Einstiegsvarianten, „Hotelroute“ und „Räuberleiter“ genannt (Kat. D/E), sind möglich und wurden teils auch in Anspruch genommen. In senkrechter bis leicht überhängender Neigung muss die Wand erklommen werden, ohne sich länger ausruhen zu können. Also nur etwas für absolute Könner! Auf halber Höhe des Gesamtsteiges vereint eine äußerst wackelige und sehr luftige Hängebrücke die drei Routen wieder miteinander.

Gemeinsam meisterten die Kraxler den jetzt etwas leichter gewordenen Weg, der dennoch die eine oder andere Überraschung zu bieten hatte. So ist z.B. am sog.“Fotoloch“ ein äußerst luftiger Spreizschritt erforderlich. Hier hängt einem das Hinterteil ordentlich in der Luft. Nix für schwache Nerven!! Noch ein letzter, mit Leitersprossen versehener, steiler Pfeiler und es ging in leichtem Gelände (A/B) auf dem Bergrücken zum Gipfelkreuz. Die Aufstiegsvariante durch die Gipfelwand (fast durchgehend „E“) wurde ausgelassen. Nach wohl verdienter Rast am Berg und einer Trinkpause an der Grünsteinhütte folgten die Alpinisten den bereits voraus gegangenen Wanderern auf einem sehr wurzeligen und rutschigen Pfad zur Kührointalm, am Fuße von „König Watzmann“ gelegen.

Wer sich, hier angekommen, den Abstecher zur „Archenkanzel“ nicht gönnt ist selbst schuld. Die 30 Minuten zu diesem Aussichtspunkt sind absolut lohnenswert, ja fast schon „verpflichtend“! Ein atemberaubendes Panorama mit der weltweit bekannten Kapelle St. Bartholomä und der gesamten Königseeumrahmung (Funtenseetauern und Schönfeldspitze) erwartet die Bergsteiger.

Zurück an der sehr schön gelegenen Alm, stießen dann schließlich auch die Klettersteiggeher wieder dazu, sodass die Tour noch einen gemeinsamen Ausklang fand, ehe wieder zum Busparkplatz abgestiegen wurde.

Bereits vor den beiden Gruppen stiegen am Parkplatz „Hinterbrand“ am Jenner 5 Tourengeher aus, um die sog. „Kleine Reibn“ zu bewältigen. Dieser, auch als Skitour bekannte Klassiker führt über Mitterkaseralm und Stahlhaus zum Schneibsteingipfel (2276m) Die Gipfelrast wurde auf Grund der windigen 0°C um 5 Minuten und ein paar 100m verschoben und in einer kuscheligen Senke abgehalten.
Der Weiterweg führt durch die grandiose Landschaft des Hagengebirges und ist das Zuhause der Steinböcke. Die Hausherren ließen es sich auch nicht nehmen, sich unterhalb des Windschartenkopfes in voller Pracht zu präsentieren. Auf dem Weg zum Seeleinsee, der fast höhengleich verläuft, konnten die 5 bei zunehmendem Sonnenschein die fantastischen Eindrücke der Bergwelt genießen. Hinter dem malerischen Bergsee biegt der Weg fast in die Gegenrichtung ab und führt zuerst auf einem wildromantischen Steig sehr rasch an Höhe verlierend, später deutlich leichter vorbei an der Priesberg- und Königsbachalm zurück nach Schönau.
Die beiden alternativen Varianten a) Abstieg nach Kessel und Rückfahrt mit dem Schiff und b) Rückweg zur Jennerbahn-Mittelstation konnten auf Grund der fortgeschrittenen Zeit nicht gewählt werden und so blieb nur der Abstieg über insgesamt 1670 Hm bis auf Königsee-Niveau. Nach 8,5 Stunden hatten die 5 Tourengeher auch diese Herausforderung gemeistert und konnten sich in Schönau mit einer deftigen Brotzeit belohnen bevor die drei Gruppen gemeinsam die Heimreise antraten.

Für alle Teilnehmer ging damit ein langer und sehr erlebnisreicher Tag zu Ende.

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