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Herzlich willkommen bei der JDAV-Weißenburg!

Sommerfahrt 2020

10 Sep 2020

Die in den Sommermonaten erfreulich moderate Inzidenz erlaubte einer eingespielten sechsköpfigen Gruppe im Zeitraum vom 22. August bis 04. September einige Tage des gebirgigen Zeitvertreibs. Den Auftakt machte ein vertraut maximalstrukturierter Aufbruch, gekennzeichnet von plötzlichem Platzmangel und spätabendlicher Dachboxmontage, so dass noch einige Stunden verstreichen sollten, bis die dreiköpfige Vorhut die südwärtige Fahrt in die Nacht antrat. Eine frühmorgendliche Erholungspause nahe Erwald wurde mit Anbruch des neuen Tages jäh von lokalen Ordnungshütern unterbrochen und die junge Gebirgsschar unter Ankündigung diversester Anzeigen und Strafen ihres Ruheplatzes verwiesen. Über den Fernpass und hinab ins Oberinntal führte der weitere Weg ins Oberengadin, wo kurz vor Maloja an einem Sportklettergarten oberhalb des Silsersees der Auftakt in die vertikalen Leibesübungen zelebriert wurde. Durch ein kurzes Gewitter vom Fels verscheucht wurde noch ein erfrischendes Bad im See genossen und die Ersteigung des Pizzo Tambo oberhalb des Splügenpasses geplant, noch bevor die drei Nachzügler am nächsten Abend die Kleingruppe ergänzen sollten. Knapp zwei Stunden später begann in der Abenddämmerung der Aufstieg über die Ostseite des höchsten Berges der nach ihm benannten Tambogruppe. In mittlerweile völliger Dunkelheit richtete man sich etwas später nahe eines Sees unterhalb eines östlichen Vorgipfels heimelig für die Nacht auf Sonntag ein und genoss heiße nach Italien reimportiere Pasta. Unerwartete Tücken beschränkten sich hierbei auf vom Winde verwehte und von Felsen aufgeschlitzte Schlafunterlagen. 

Dank des abendliches Anstiegs trennten nurmehr knapp 600 hm vom anvisierten 3279 m hohen Gipfel. Über sich kläglich an die Bergflanke klammernde Gletscherreste und eine kurze und einfache steilere Felspartie konnte der Höhepunkt erreicht und bei gigantischen Sichtweiten von bis zu 50 m das allumfassende Panorama genossen werden. Es folgten ein zügiger Abstieg und die kurvige Abfahrt zum Strand von Novate Mezzola unweit des Nordostendes des Comer Sees, wohin wenig später auch das verbleibende Personal eintraf.

Für die nächsten zwei Übernachtungen bot der Campingplatz Acquafraggia eine Bleibe. Ziel des Folgetages waren die Placche del Boggia im Val Bodengo, wo reibungsintensive Plattenkletterei bis zur Schwierigkeit 6a an geneigten, etwa 200 m hohen Granitplatten dem diskrepant genussvollen Wiedereinstieg in die Mehrseillängenkletterei dienten. Anschließend wurden Pläne für die folgende Schönwetterperiode geschmiedet, wobei man sich für eine Inspektion der Umgebung des Albignastausees entschloss. Mit Biwakgepäck für drei Nächte, vollständiger Trad-Kletterausrüstung sowie Steigeisen und Pickeln beladen gondelte man am Dienstag hinauf zum See und fand einen idyllischen Platz oberhalb des Westendes der Staumauer. Noch am selben Tag wurde auf unterschiedlichen Wegen die nahe Spazzacaldeira bestiegen und zum fulminanten Tagesabschluss die filigrane und prominente Felsformation Fiamma in allerbestem Granit erklettert, dank später Stunde sogar in völliger Einsamkeit. Der Mittwoch wurde in Zweiergrüppchen verbracht. Ziele waren Klettertouren durch die Ostseite der Spazzacaldeira sowie über die Vergine auf den felsigen Gipfel Al Gal und eine Wanderung zum Pizzo Eravedar westlich oberhalb des Südendes des Stausees. Die hervorragenden Nah- und Fernblicke reichten nördlich über die Bündener Alpen und westlich über die Bergellriesen Pizzo Cengalo und Badile, bis zur 150 km entfernten Monte Rosa. Das östliche Panorama beherrschte die Cima di Castello (3379 m), Ziel des nächsten Tages. 


Aufgrund der mit 1500 hm im Aufstieg und 15 km Länge nicht wenig umfangreichen Tour ging es noch vor dem ersten Tageslicht hinab über die Staumauer und rauf zur Albignahütte. Der zunächst noch gut markierte Weg führte anschließend wieder hinab zum See, über einen Wildbach und steil querend unterhalb der Punta da l’Abigna entlang. Über blockige Seitenmoränen wurde auf etwa 2900 m Seehöhe der im Mittelteil stark verspaltete aber niemals sehr steile Gletscher Vadrec dal Castel Nord erreicht. Diesen südsüdostwärts bergan querend gelangt man über die Scharte Bocchetta dal Castel auf den kleineren, kaum Spalten führenden südlichen Castel-Gletscher. Über kleinere perennierende Schneefelder und zuletzt einfache Blockkletterei wird über die Westseite der Zugang zum Gipfel gewährt. Der ostwärtige Blick über die Steilabstürze des Fornogletschers hinweg wird durch die gewaltige, aus dieser Richtung düster erscheinende Berninagruppe und die nahe Monte Disgrazia beherrscht. Dazwischen lockte die Monte Cevedale mit ihren sanften weißen Reizen. Der Rundblick reichte weiter über die Bergamasker Alpen, Wallis mit Mischabelgruppe und die Berner Alpen, ein, angesichts der für die Hälfte der Teilnehmenden ersten Hochtour, überaus erfreuliches Panorama. Der lange Abstieg inklusive 200 hm Gegenanstieg erforderten nochmals Durchhaltevermögen, die sehr guten Verhältnisse und beeindruckende Umgebung garantierten dabei frohen Mut. Der Wetterbericht versprach noch eine letzte trockene Nacht und anschließenden Starkregen, so dass am nächsten Morgen ein frühzeitiger Aufbruch bevorstand, damit im Tal noch Gelegenheit blieb sich von der ersten zu universitären Verpflichtungen Heimkehrenden zu verabschieden.


Der einsetzende Regen verdrängte die verbleibenden fünf für eine Nacht aus den Alpen, vielversprechende Witterungsbedingungen für die nächste Woche boten lediglich einige Teile der französischen Alpen. Zunächst stand jedoch eine Visite in Mailand an, mit ausgedehntem Stadtspaziergang, viel gefrorenem Dessert und einer preiswürdigen Nebenstraßenpizzeria. Die Nacht wartete mit für Zeltübernachtungen unangenehm intensiven und nahen Gewittern auf, wobei offenbar und erfreulicherweise attraktivere Ziele für die herabschießende Funkenentladung zur Verfügung standen. 

Am Samstag ging es weiter durchs Pobecken, vorbei an Turin, durch das Susatal und über den Col du Mont Cenis hinab ins französische Haute-Maurienne, bedacht auf Umgehung der ausgewiesenen Corona-Risikogebiete. Abends konnte in Lanslebourg noch der lokale Kletterführer und ein heimeliger Platz auf dem ruhigen Campingplatz ergattert werden, wobei das kalte und trübe Wetter am nächsten Morgen die Nutzung des ersteren leider aufs nächste Jahr verschob. Nichts wie raus aus den Zentralalpen ging es also, vorbei an der Chartreuse und ihrem souterrainen Höhepunkt der Sommertour 2018 und entlang der Isére ins voralpine Vercors. 

Noch am Sonntag konnte dort erfreulicherweise ein Kletterführer ergattert werden, der inmitten all der zahlreichen großen und kleinen Kalkwände direkt zum Klettergarten Pas de l’escalier lotste. Einige eher kürzere Routen inklusive ansehnlichem Dyno später brach die Dämmerung herein und der kommunale Campingplatz von Saint-Jean-en-Royans gewährte Bleibe für die nächsten Nächte. Montägliches Kletterziel waren die Gorges d’Omblèze im südlichen Vercors. Bei idealen zugig-kühlen Verhältnissen konnten direkt am klaren Bach einige schöne und lange Routen von 6a bis 7a+ gezogen werden. Der Dienstag führte in die entgegengesetzte Himmelsrichtung zu den berechtigterweise bekannten Wänden von Presles. An diesem Tag stand allerdings noch einmal Sportklettern auf dem Programm, hoch über der Schlucht bot ein relativ junger aber dennoch äußerst umfangreicher Klettergarten eine vielseitige Auswahl erstklassiger und aussichtsreicher, dank Südausrichtung auch äußerst schweißtreibender Kletterei. Dem würdigen Vercors-Abschluss dienten nach einer weiteren Nacht die Routen Désirée (180 m, 9 SL, 6a+) und Super Crack du Dessert (240 m, 11 SL, 6b+). Aufgrund von Zeitproblemen gelang der Dreierseilschaft in der erstgenannten Linie leider kein Durchstieg und es wurde bei Absehbarkeit des Zeitmangels auf halber Wandhöhe abgeseilt. Der Höhepunkt stellte bis hierher wohl zweifelsfrei der pittoreske Quergang im unteren Teil dar. Die zweite Tour bot ein bemerkenswert abwechslungsreiches Halbtagsvergnügen, das sich zielstrebig durch die allerbesten Felspartien windete. Die Kollegen unten wieder eingesammelt wurde sich bereits etwas gen Heimat orientiert und die Nacht in der nördlich benachbarten Chartreuse verbracht. 

Der letzte vollständige Reisetag begann mit einem kurzen Stadtbummel in Chambéry, Librairie-Stöberei und der Befreiung gestohlener Proletensneaker und führte schnurstracks weiter ins Massiv des Bauges. Finales vertikalsportliches Subjekt stellten hier die Tours Saint-Jacques dar. Am südlichen, komplett freistehenden Turm führten vier Seillängen bis 6b einmal spindelförmig um die halbe Felsnadel herum und abschließend über die herrlich ausgesetzte Verschneidungskletterei der Schlüssellänge auf den Gipfel. Nach abgeschlossener Aussichtswürdigung konnte noch rechtzeitig vor der absoluten Ginger-Brutzelung abgeseilt werden. Ausgerechnet beim allerletzten Abseilvorgang löste sich noch ein größerer Stein, der nach etwa 20 m Fallhöhe den Abseilenden am Oberarm traf. Der Helm bewahrte wohl vor Schlimmerem. Nach diesem schmerzhaften Abschluss von zwei Wochen Gebirgsaktivität lockte jedoch der nahe Lac d’Annecy mit seinem kühlen Nass, bevor es am Freitag wieder zurück nach Hause ging.

 

Weiterhin kein Kindertraining

05 Sep 2020

Hallo Zusammen,

Normalerweise startet mit dem Schulbeginn auch wieder unser Kindertraining aus der Sommerpause. 
Aufgrund der aktuellen Situation haben wir uns aber dazu entschieden, unser Training vorerst nicht abzuhalten. 
Es ist auf Grund der Auflagen, die zu erfüllen sind, nicht möglich unser Training in gewohnter Form abzuhalten. 
 
Wir beobachten die Situation und geben euch Bescheid, sobald sich etwas ändert. 
 
Bleibt gesund!
 

Sommerfahrt 2019

16 Aug 2019

Für das alljährliche Highlight der Jugendtouren wurde sich im geographischen Kontrast zur Westalpentour des letzten Jahres auf einen Aktivitätenschwerpunkt im östlichen Südalpin entschieden. So traf sich am Abend des 28. Juli eine Gruppe von elf jugendlichen Freunden des Outdoorsports im slowenischen Bovec, gelegen im Soča Tal der Julischen Alpen, darunter einige bereits langjährige Reisegenossen aber auch mehrere in diesem Rahmen neue Teilnehmer.

Die meteorologischen Bedingungen waren zunächst nicht großartig aber dennoch relativ stabil, so dass wir uns zum Tourenauftakt für den landschaftlich reizvollen, technisch nicht allzu schwierigen, aufgrund längerer sicherungsfreier Abschnitte aber nicht zu unterschätzenden Klettersteig durch das große Felsenfenster in der Westschulter des Prisojnik entschieden. Der Steig zieht durch den westlichen Teil der steilen Nordwand des 2547 m hohen Berges. Zunächst aufgrund leichten Nieselns noch in Regenmontour unterwegs konnten wir uns dieser bald entledigen und die Kletterei, sowie die Aussicht auf die nordöstlich gelegenen Karawanken genießen. Höhepunkt der Tour ist die Durchsteigung des etwa 80 m hohen und 40 m breiten vorderen Felsentors. Nach diesem entschloss sich ein Teil der Gruppe bis auf den noch etwa eine Dreiviertelstunde entfernten Gipfel zu steigen, während der Rest über die Südwestflanke zurück zum Vršič-Pass abstieg. Erfreulicherweise wurden wir auf dem Gipfel mit kleinen Wolkenlücken belohnt, beim Abstieg über Edelweiß-reiche Hänge zeigten sich sogar die Sonne und der nahe Triglav.

International bekannt ist das Tal insbesondere auch für die spannenden Kajakstrecken, mit denen die Soča aufwarten kann. So paddelten wir am nächsten Tag von Bovec aus im eiskalten Wildwasser im Grad I-II durch das tiefe Tal vorbei am Boka-Wasserfall bis Srpenica, bevor wir auf den nachfolgenden Weltcupstrecken mit unseren 3 aufblasbaren Booten an unsere Grenzen gekommen wären. Da das Wetter gut und der Tag noch nicht zu alt war, wanderte der Großteil der Gruppe noch zu schönen Aussichtspunkten auf das Soča-Tal und den zuvor vom Fluss bestaunten Boka-Wasserfall, während drei warm gekleidete Gestalten für 2 Stunden im unteren Eingang des Mala Boka Höhlensystems verschwanden. Mit fast 12 km vermessener Ganglänge und einem Höhenunterschied von über 1300 m, der die Hochfläche des Kanin-Massivs mit den Tiefen des Soča-Tals verbindet, ist es eines der bedeutendsten Karstsysteme Sloweniens, das in der kurzen Zeit auch nur bruchteilhaft bis zu einem ersten Halbsiphon erkundet werden konnte.ufgrund sich wieder verschlechternder Wetteraussichten und des verbreiteten Wunschs nach Wärme und auch etwas Meer entschieden wir uns für die Weiterreise am nächsten Tag. Auf dem Weg in den verheißungsvollen Süden luden nach einem Brückensprung von gut 20 m in die Soča die Höhlen von Škocjan zu einem beeindruckenden Zwischenstop ein. Hier trifft der von Osten kommende Fluss Reka auf das SE-NW streichende Karstgebirge und verschwindet in mehreren großen Einsturzdolinen unter der Erde und erreicht erst etwa 35 km später in den Quellen des Timavo kurz vor der Adria wieder die Oberfläche. Unsere Reise führte uns weiter durch die abwechslungsreiche Karstlandschaft nach Kroatien zum im nordöstlichen Istrien gelegenen Klettergebiet Vela Draga, eine eindrucksvolle, erstaunlich unbekannte Kalkschlucht mit zahlreichen, teilweise aberwitzig dünnen Felsnadeln. An den Nadeln und Canyonwänden befinden sich zahlreiche gut abgesicherte Routen, die uns bis in den späten Nachmittag beschäftigten. Das Lager für die nächsten zwei Nächte wurde schließlich nahe Pula an der Südspitze Istriens aufgeschlagen.

Am folgenden 1. August wurde auf der gegen ein kleines Entgeld motorisiert erreichbaren Halbinsel Premantura aktiv Sonne getankt. Am Kap Kamenjak boten einige steil ins Meer abfallende Felswände und kleine Höhlen viele Möglichkeiten zum Deep Water Solo Klettern, Springen und Erkunden. Zurück am Campingplatz ging es auch dort noch ins Wasser. Stand Up Paddling wurde geübt und eine kleine Unterwasserdurchgangshöhle auf einer der Küste vorgelagerten Insel lud zu Tauchgängen ein.

Von nun an nur noch zu neunt reisten wir wieder zurück nach Slowenien, schließlich wollten wir in der nächsten Woche im kras, namensgebende Region für den Karst, noch etwas unter die Erde, ins Friaul und gegen Ende der Tour in die Dolomiten. Zunächst ging es aber nach Črni Cal zum Sportklettern. Nur wenige km südöstlich von Osp, dem bedeutendsten Klettergebiet des Landes finden sich hier am Südwestrand des Karstgebirges an einem langen Felsriegel auch zahlreiche Touren in moderater Schwierigkeit. Auf einem kleinen Felstürmchen befindet sich außerdem eine kleine Burgruine mit herrlichem Blick zur Adria und in den Golf von Triest. Das angekündigte Gewitter kam uns aus derselben Richtung entgegen, so dass wir uns beeilten einen Schlafplatz zu finden. Pünktlich zum Abendessen ergossen sich innerhalb einer halben Stunde gut 30 mm über dem Campingplatz.

Bei strahlendem Sonnenschein stand am Samstag eine Tour in die rund 6 km lange und 130 m tiefe Dimnice Jama an. Die Höhle ist über einen eindrucksvollen 40 m tiefen Eingangsschacht zugänglich und zweistöckig angelegt. Das gut begehbare, fossile, obere Stockwerk besteht aus einer langen Röhre mit mehreren großen Sälen voller Tropfsteine inklusive zweier gigantischer 22 m hoher Säulen, die zu den größten Europas gehören. An mehreren Stellen ist der Zugang in den unteren, aktiven Teil des Systems möglich, der von einem Fluss geformt und durchquert wird und in beiden Richtungen bis zu einem Siphon begehbar ist. Nach dem Wiederaufstieg ging es noch zu der bekannten Höhlenburg Predjama, ihrerseits Zugang zu einem 14 km lange Wasserhöhlensystem. Wir nächtigten auf dem traumhaft über mehrere Dolinen im Wald verteilten Campingplatz bei der Pivka Jama, Teil des weltbekannten Postojna Höhlensystems.

Fortan zu sechst zog es uns in die Karnischen Voralpen des Friaul. Nach einem obligatorischen Decathlon-Stop in Udine fuhren wir geführt vom ortskundigen Alex über den mächtigen Tagliamento zum Sportklettergarten Falesia di Anduins zum Austoben an ästhetischen Linien und schlugen anschließend in Gemona unser Lager auf. Das nächste Tagesziel war der Jof di Montasio (Montasch), gewaltige Felsbastion und höchster und dominierender Berg der italienischen Julischen Alpen. Vom Altipiano del Montasio ist er mit 1300 m Höhendifferenz recht gut erreichbar und bot nach spätem Aufbruch eine interessante Nachmittagstour. Der Weg führt zunächst gemächlich über die sich stetig versteilende Hochfläche auf der Südseite des Berges und anschließend durch schroffes, von vielen Steinböcken bevölkertes Felsenland zur östlich des Gipfels gelegenen Forca Verde. Mit stellenweise beeindruckendem Tiefblick in die Nordostwand ging es linkerhand von einem am Berg gefangen Wolkenmeer begleitet noch eine halbe Stunde über den Ostgrat zur Spitze und anschließend auf gleichem Weg wieder zurück.

Leider war der folgende Wetterbericht wieder etwas durchwachsen, folglich entschieden wir uns auf unserem Weg weiter in den Westen in den einsamen Friauler Dolomiten für einen regenfesten Klettergarten mit abwechslungsreichen Routen am östlichen Fuß der Cima dei Preti. Nach einer verregneten Nacht östlich der Civetta wollten wir ein kurzes Wetterfenster für ein paar Touren an den Cinque Torri nutzen, mussten aber leider feststellen, dass ausgerechnet nur im August die Zufahrtsstraße tagsüber gesperrt ist. Kurzerhand erstiegen wir als Alternative den 2571 m hohen Settsass westlich des Passo Falzarego über die Nordflanke und wurden mit schöner Aussicht reichend von der Sella über die Marmolada bis zum Sorapiss-Massiv belohnt.

 

Zum Abschluss wollten wir noch eine alpine Klettertour unternehmen. Unsere Wahl fiel auf die 2595 m hohe Gusela oberhalb des Passo Giau. In einer Zweier- und einer Dreierseilschaft erstiegen wir die knapp 400 m hohe Südwestwand in den Routen Dallago (V) und Pia (VI+). An einzelnen Stellen und manchen Standplätzen der Touren befanden sich ein paar geschlagene Haken, wobei die Hauptschwierigkeiten in Rissen der zweiten bis dritten Seillänge lagen. Die letzten drei Seillängen durch den breiten Gipfelaufbau teilen sich die beiden Touren. Im einfachen Klettergelände (III-IV) ist die Routenführung hier nicht mehr ganz so eindeutig, angesichts der homogenen Schwierigkeiten aber auch nicht entscheidend. Die schöne und endlose Kletterei wird uns auf alle Fälle noch oft zur Rückkehr in die Dolomiten anregen, dennoch ging der gemeinsame Urlaub hier zu Ende. Auf der Rückfahrt wurde die Hälfte noch für eine gemeinsame Wochenendhochtour mit Teilnehmern aus Tourengruppe und Jugend im Stubaital zurückgelassen, der Rest machte sich auf den nächtlichen Heimweg.

1. Slackday 2019

11 Jun 2019

Hallo Zusammen,

um das Slacklinen etwas im Weißenburger DAV zu verbreiten haben wir ein kleines Treffen geplant.
Es wird ein entspannter Nachmittag an dem jeder mal das "Slacken" ausprobieren beziehungsweise trainieren kann.

Vielleicht schaffen wir es ja einige von euch fürs "Slacken" zu begeistern :)

Nun zu den wichtigen Daten:

Wo?
Weißenburg zwischen Fahrradübungsplatz und Seeweiher

Wann?
am 28.06.2019 gegen 16:30Uhr
(Sollte das Wetter nicht mitspielen, wird der Slackday verschoben)

Wer?
alle DAV-Mitglieder die das Slacken ausprobieren wollen und natürlich auch die, die es schon können ;)

Solltet ihr auch eine Slackline zuhause haben dürft ihr diese gerne mitbringen :)

 

Wir freuen uns auf reges Erscheinen :)

Kindertraining

11 Jun 2019

Das Kindertraining hat sich nun in die Sommerpause verabschiedet.
Wir sehen uns nach den Sommerferien in alter Frische wieder.

Auch nach der Sommerpause wechseln wir wieder zwischen der Boulderhalle in Treuchtlingen und der Kletterhalle in Weißenburg. Die genauen Infos dazu kommen beizeiten per E-Mail.

Die Trainingszeiten von 10 bis 12 Uhr bleiben ebenfalls erhalten. 

Weißenburg: Treffpunkt um kurz vor 10 Uhr vor der Alten Turnhalle in der Bortenmachergasse

Treuchtlingen: Entweder gegen 10 Uhr am Adventure Campus in Treuchtlingen
Oder bis 9:45 Uhr an der alten Turnhalle in Weißenburg, damit wir die Kinder mitnehmen können, bzw. zur Bildung von Fahrgemeinschaften.

Viel Spaß outdoors! :)
Wir wünschen einen schönen Sommer!

Kletterfahrt nach Sachsen

22 Apr 2019

Das für Kletterkurztrips prädestinierte Osterwochenende vom 19. bis 22. April führte eine fünfköpfige Gruppe der Weißenburger Jugend inklusive sektionseigenem Ortskundigen in das sächsisch-böhmische Elbsandsteingebirge. Vom Campingplatz in Bahra nahe dem Bielatal wurde unmittelbar nach Platzbezug am Anreisetag der tschechische Teil der kreidezeitlichen Felsen angefahren. Nördlich des für die gleichnamigen Wände bekannten Ortes Tisá wurden die Felstürme des grenznahen Ortes Rájec besucht. Die Gebietsneulinge konnten sich hier erstmals mit Gestein und Sicherungsverhältnissen inklusive der traditionellen Selbstabsicherung mittels allerlei Schlingenmaterial vertraut machen und zudem Gebietskenner Uli seinen ersten Elbsandsteinturm seit einigen Jahren erklimmen. Der restliche Tag wurde bis in die Dunkelheit hinein mit der Kletterei an wohklingend benannten Formationen wie Hlásný oder Kopyto verbracht.
Zum Samstage wurde der Besuch des wohl touristischsten Teilgebietes um den mittels Fährfahrt über die Elbe erreichbaren Ort Rathen gewagt. Ziel waren die Gansfelsen gegenüber der weltbekannten Basteibrücke. Erklommen wurden fantastische und aussichtsreiche Klassiker wie der Südweg auf den Hinteren und der Gühnekamin auf den Vorderen Gansfelsen. Außerdem wurde bei Kraxelei in der Neuen Südwestwand (VIIIa) des Hinteren Gansfelsen deutlich, dass der Elbsandstein neben allerlei Riss- und Kamintouren auch großartige Wandkletterei bietet.

Das Kerngebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz war sonntägliches Tagesziel, schließlich konnte das Wochenende keinesfalls ohne einen Schrammschen Besuch an den Schrammsteinen beendet werden. An dem noch auf den nächsten südmittelfränkischen Besuch wartenden Falkenstein vorbei ging es durch das Große Schrammtor zunächst zur zugleich erklommenen Zackenkrone, anschließend auf die einen eindrucksvollen Rundumblick bietende Schrammsteinaussicht und auf den von dort bereits zu erspähenden, filigranen Felsturm namens Tante.

Als würdigen Abschluss der ostdeutschen Tour wurde das Bielatal, das mit über 4000 Routen das größte Teilgebiet der Sächsischen Schweiz ist, auserkoren. Vom schon morgens recht vollen Waldparkplatz Ottomühle ging es nur wenige hundert Meter zu den anvisierten Felstürmen, wo dank des hohen Wandereranteils unter den Besuchern und der großen Auswahl auch nur wenige Routen belegt waren. Zunächst ging es für alle über den Alten Weg auf die Schiefe Zacke. Anschließend wurde über die schöne Ostkante der Schiefe Turm und über den Westweg der Hallenstein erreicht. Auch ein Sprung darf bei einem Besuch in Sachsen natürlich nicht fehlen, vom Hallenstein führte der Pfingstsprung (3) auf den Sonnwendstein. Von diesem hinab ging es zurück zum Auto und Frischkäseeigenkreationen genießend wieder in die Heimat.

Kletterfahrt nach Finale Ligure

01 Jan 2019

Für das „Grande Finale“ des Tourenjahres 2018 standen am besinnlichen 2. Weihnachtsfeiertag zur frühen Stund‘ sieben müde Kletterer bereit (2 spontane Nachzügler sollten das Septett allerdings noch ergänzen). Um dem Winter zu entgehen, ging es durch die Schweiz und vorbei an Mailand bis an die Ligurische Küste. Der anvisierte Ort namens Finale Ligure ist ein ausgezeichneter Spot für jegliche Outdoorsport-Liebhaber, wie Kletterer und Mountainbiker, um ihren Bewegungsdrang zu allen Jahreszeiten auszuleben. An der Ferienwohnung angekommen wurden sie von milden 17 ° C, der wunderschönen ligurischen Berg- und Felslandschaft sowie einer für die Gegend typischen Art der italienischen Baukunst – Autobahnbrücken - begrüßt. Es war angerichtet und 7 Tage voller Klettergenuss in T-Shirt und (zum Teil) kurzer Hose sollten folgen.

Die löchrigen Wände boten für jeden der Gruppe Herausforderungen in Routen von 6 bis 40 Metern. Die Neigung der Touren war von Fels zu Fels unterschiedlich, wodurch sich niemand über mangelnde Abwechslung beschweren konnte und selbst eine Tour in die ligurische Höhlenwelt war mit von der Partie. Und wenn die Finger bluten sollten - oder man sich lieber die sportlichen Menschen ansah als selbst einer dieser zu sein - hing eine Hängematte an einem felsnahen, sonnigen Plätzchen bereit.

Am Silvesterabend war der bekannte Rocca di Corno das letzte felsige Ziel der Reise. Wie an jedem Tag, wurde auch dieser bis zur letzten Stunde genutzt. Dies hatte tausende Fotos von wunderschönen Sonnenuntergängen, die ein oder andere Hungererscheinung sowie mangelndes Licht beim Zusammenpacken des Equipments und beim Abstieg zur Folge. Aber wer die Touren der Jugend kennt, ist auf jeden Fall immer mit einer Stirnlampe gewappnet.

Um uns an unserem letzten Abend gebührend zu verabschieden, organisierten die Bewohner von Finale Ligure eigens für die neun Kletterer der Sektion eine riesige Party mitten auf dem Marktplatz. Wie die Italiener so sind, luden sie uns natürlich auf eine Pizza ein … ja okay, die Pizza musste natürlich jeder selbst bezahlen. Und ja, die Party findet auch jedes Jahr am 31.12. dort statt – mit und ohne uns. Aber das Feuerwerk und die gute Stimmung genossen wir trotzdem. Wir feierten noch in die Nacht hinein, woraufhin es am nächsten Morgen wieder in die Heimat ging.

Wir sehen uns wieder nächstes Jahr, Finale Ligure!

Sommerfahrt 2018

25 Nov 2018

Zur diesjährigen Sommerfahrt fand sich eine Gruppe von insgesamt acht Reisenden zusammen, um gemeinsam den Alpenraum Frankreichs, Italiens und der Schweiz zu erkunden. Nach Erstellung eines höchst professionellen Umfragebildes wurde sich gemeinschaftlich auf die Westalpen als Ziel, sowie nebst Klettern und Bouldern auf die Miteinbeziehung alpinistischer Tätigkeiten in den Aktivitätenkonsens geeinigt.

Tourabschluss am Thunersee

Zu Beginn noch zu fünft fuhren wir somit eines sonnigen Sommermittages direkt ins Herz des kalkigen, französischen, voralpinen Massivs der Chartreuse. Neben diverser Klettermöglichkeiten kann diese mit einigen der bedeutendsten Karstsysteme der Welt aufwarten. Zur Vorbereitung auf diese und zur Einstimmung in den Urlaubsmodus besuchten wir nach der ersten Nacht auf dem Campingplatz von Saint-Laurent-du-Pont die Gorges de Crossey, eine gut 1 km lange und 100 m breite, trockene Kalksteinschlucht mit einigen Felswänden auf beiden Seiten. Nach dem Erklimmen einiger feiner Sportkletterrouten wurde eine Abseil- und Aufstiegsübung eingelegt, um einen angemessenen seiltechnischen Kenntnisstand für die am Folgetag geplante Tour unter Tage sicherzustellen. Mit fortschreitender Uhrzeit zwang uns die Sonne noch auf die andere Talseite, wo wir uns an einigen hinter dichtem Wald versteckten und scheinbar etwas in Vergessenheit geratenen, staubigen aber dennoch nicht ganz unlohnenden Touren verausgabten. Zurück am Campingplatz lud der unmittelbar vorbei fließende, fast schon eiskalte Fluss zu einer Erfrischung ein. Die kühle Temperatur resultiert aus der kurzen Distanz zum Karstsystem des Dent de Crolles, aus dessen unteren Eingang, dem Guiers Mort, der gleichnamige Fluss entspringt. Der Dent de Crolles, ein schroffer 2062 m hoher Berg der mit seinem steilen Gipfelplateau und großer Ostwand über 1800 m über dem Val d’Isère thront, war auch unser Ziel für den nächsten Tag.

In seinem Inneren verbirgt sich ein Karstsystem mit 60 km bekannter Gänge, die 11 separate Eingänge auf einem Höhenunterschied von insgesamt 690 m verbinden. Auch kletterhistorisch ist es ein bedeutender Ort, da hier in den Jahrzehnten seit dem Beginn der systematischen Erforschung während des 2. Weltkriegs der erstmalige Einsatz von Einseiltechnik (SRT), Prusik-Knoten, Nylon-Seilen und mechanischen Steigklemmen durch Forscher wie Fernand Petzl stattfand. Unsere Tour begann am Parkplatz des Col du Coq auf 1434 m. Nebst vollständiger Höhlen- und Steigausrüstung beinhaltete unser Gepäck auch noch sämtliche Notwendigkeiten für eine anschließend angestrebte Biwakübernachtung inklusive haute cuisine auf dem Gipfel. Unter Tage nicht benötigtes Gepäck deponierten wir auf etwa 1700 m nahe der Weggabelung zum Trou du Glaz, unserem Zugang zum System auf der Westseite. In den folgenden 9 Stunden zogen wir durch große Galerien, schmale Klüfte, enge Schlufe und versinterte Hallen, seilten ab und querten in unzähligen Schächten, bis wir auf der Südostseite an der Grotte Annette Bouchacourt mit gigantischem Ausblick auf den Alpenhauptkamm und das weit unter uns liegende Val d’Isère wieder das Tageslicht erreichten. Der noch anstehende gepäckreiche Gipfelanstieg führte uns schließlich nahe an die Belastungsgrenze und wir fielen nach wohlverdienten Gipfelnudeln in den Schlaf. Der nächste Morgen belohnte uns für die abendlichen Anstrengungen mit einem farbenfrohen Sonnenaufgang zwischen Mont Blanc und Massiv des Écrins.

Wegfindung im System des Dent de CrollesGerrit am Gneis des Aostatals

Letzteres bot uns nach dem Abstieg und der Weiterfahrt noch am selben Tag ein ausgiebiges Bad im Gletscherfluss unterhalb der Meije, einer der schwierigsten Gipfel der Alpen. Ihr gegenüber fuhren wir auf den Col du Gabalier und spazierten auf einen kleinen Zwischengipfel auf etwa 2750 m in Richtung Grand Gabalier. Von dort zeigte sich die markante vergletscherte Nordseite der 4102 m hohen Barré des Écrins, ihrerseits südlichster und westlichster Viertausender der Alpen. Bei einem Spaziergang sollte es allerdings bleiben, kaum eine halbe Stunde später fuhren wir durch ein heftiges Hagelgewitter, das das Massiv an diesem Tag nicht mehr verlassen würde. Wir ließen uns daher für die folgenden beiden Nächte östlich von Briançon im Vallée de la Clarée nieder. Über den kleinen Pass Col de l’Echelle erreichten wir am Folgetag das ruhige und malerische Vallée Etroite im Massiv des Cerces, Heim zahlreicher klassischer und alpiner Mehrseillängen. Wir entschieden uns für eine gut abgesicherte 7 Seillängen - Tour im VI. Grad an der Paroi des Militaires.
Um den nachkommenden Fahrtteilnehmern die Anreise zu verkürzen orientierten wir uns bald in nordöstlicher Richtung und überquerten nach einem letzten französischen Sportklettertag am herrliche einfache und mittelschwere Kletterei bietenden Quarzitfelsen Rocher Baron die Granze nach Italien. Angekommen am Kletterziel des nächsten Tages, einem großen Serpentinitfelsen bei Caprie im Valle di Susa wurden wir leider damit überrascht, dass dieser aufgrund von Sicherheitsbedenken gesperrt war. Rasch entschieden wir uns also dazu über Turin weiter ins untere Aostatal zu fahren. Die Ortschaft Montestrutto wartet hier mit einem großen Klettergarten inklusive Liegewiese und Restaurant auf. Durch den kompakten und griffigen Gneis führten zahlreiche sehr schöne Linien, an denen wir den Vormittag hindurch kletterten, bis die Sonne herum kam und es zu heiß wurde. Die Mittagshitze nutzten wir um weiter zum Lago Maggiore zu fahren, sicherten uns dort einen Campingplatz und verbrachten den Spätnachmittag bei Ponte Brolla im Valle Maggia, ein bekannter Austragungsort internationaler Cliff Diving Meisterschaften mit einer tiefen Schlucht zum Klettern, Baden und Springen in tiefes, blaues Wasser. Ein bildhübsches Tal weiter tankten wir am nächsten Tag noch etwas Sonne und sprangen zwischen großen Gneisblöcken im Flussbett der Verzasca hin und her, bis wir dann doch vor den tessinischen Touristenmassen flohen und uns im Val di Mello mit den mit zahlreichen Crashpads angereisten Nachzüglern trafen.

On the rocks im Val di MelloSimon am Gotthardpass

Der erste Bouldertag startete sonnig und wurde mit vielen schönen Kletterzügen von Dynos bis hin zu plattiger Reibungskletterei an der endlosen Vielfalt von Granitblöcken gefüllt. Allerdings zogen schon nachmittags verdächtige Wolken auf. Der erste Schauer zwang uns zu einer späten Mittagspause, der zweite trieb uns während eines Spaziergangs ins obere Val di Mello wieder zurück zum Campingplatz. Nachdem der weitere Wetterbericht wenig Besserung versprach, gaben wir die Pläne für die klassischen Wand- und Rissklettereien des Tales auf und zogen weiter ins Berner Oberland.

Der Weg dorthin führte uns über den Gotthardpass und sein endloses Meer granitischer Blöcke. Wir suchten uns die schönsten aus und kletterten in der Sonne bei aufgrund der Höhenlage sehr angenehmen Temperaturen. Etwas weiter, am Furkapass unternahmen wir noch eine kleine Wanderung auf den 2768 m hohen Blauberg, mit Ausblick auf den Galenstock am Rhonegletscher und das Aarmassiv im Westen. Im Haslital fanden wir schließlich den letzten Campingplatz unserer Tour, ein gut gelegener Stützpunkt für Mehrseillängen und Boulder. Die für den nächsten Tag vorhergesagten Regenschauer kamen leider wesentlich früher als erwartet und erwischten alle vier Seilschaften, jede darauf vorbereitet, mitten in der Wand. Dafür zog er auch sehr schnell wieder ab und die riesigen, viele hundert Meter hohen Platten auf der Westseite des Räterichsbodensees waren aufgrund ihrer günstigen Exposition schnell wieder trocken. So wurden die angestrebten Touren teilweise noch beendet oder alternativ die Sonne genossen und gejoggt. Am Folgetag boulderten wir am dem Grimselpass zugerechneten Sektor Kristallweg. Fantastische Kletterei bot hier insbesondere ein überhängender, mit feinen, horizontalen Rissen durchzogener Block mit griffiger Oberkante, Anstiege bis in den siebten Grad der Fontainebleau-Skala wurden bewältigt. Abends machten wir noch einen Spaziergang zur nahegelegenen Aareschlucht.

Nils vor dem GalenstockGruppenaufstellung im Haslital

Während die Reise hiermit für einige zu Ende ging, zog es die verbliebenen fünf bei zur Abwechslung sehr gutem Wetterbericht nochmal zur Kletterei ins Hochgebirge. Mit voller Biwakausrüstung auf dem Rücken stiegen wir noch bei Hochnebel ins oberhalb 2000 m gelegene Ochsental auf und verbrachten die Nacht umringt von steilen 600 m hohen Felswänden. Wie versprochen klarte es nachts auf, ein phänomenaler Sternenhimmel war das Resultat. Unser Ziel war die Überschreitung der Mittelgruppe, eine lange, ausgesetzte und aussichtsreiche klassische Gratkletterei zwischen etwa 2500 und 2650 m mit Zustieg im II. Grad. Fantastische Tiefblicke auf beiden Seiten und leichte Bewölkung auf unserer Höhe sorgten für eine unvergessliche Atmosphäre. Leider stellten wir schon bald fest, dass wir in zeitliche Schwierigkeiten geraten könnten. Damit, dass uns die im Führer angegebenen 8-10 Stunden nicht reichen würden rechneten wir im Voraus, damit, dass es über 18 werden sollten, nicht. Mit Einbruch der Dunkelheit hatten wir die Überschreitung beendet, den Abstieg jedoch noch nicht begonnen. Wir verlangsamten unser Tempo und erhöhten auf maximale Aufmerksamkeit. Die ersten kurzen Abseilstellen waren im Schein unserer Lampen schnell gefunden, zur Minimierung der Absturzgefahr nutzten wir die mit unseren Seilen maximal möglichen 60 m Abseilstrecke vollständig aus. Dank genauer Inspizierung des Abstiegs am Vorabend vom Biwak aus stiegen wir sicher und konzentriert durch etwa 300 hm Schrofengelände und fanden auch die letzte Abseilstelle, die uns um halb 3 zurück zum Biwak führte. Da wir ohnehin alle noch hellwach waren stiegen wir nachts noch zum Parkplatz auf 1350 m ab, badeten uns im Bach des Rosenlauigletschers und schliefen talauswärts am Straßenrand. Mittags wurden wir alle etwas unsanft durch das Posthorn eines Postbusses geweckt. Wir frühstückten und badeten noch gemütlich am Thunersee und da wir gerade in der Nähe waren warfen wir noch einen Blick in das Lauterbrunnental, den Stereotyp eines Trogtals, und auf die Eiger-Nordwand, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Eine abendliche Wassermelonenpause im Sonnenuntergang über dem Walensee bot schließlich einen würdigen Abschluss der Fahrt.

Simon über den Wolken an den EngelhörnernAlex mit Tiefblick an den Engelhörnern

 

Soulmoves Süd 11

29 Sep 2018

Und auch dieses Jahr sind wir wieder dabei.

In allen 3 Hallen werden wir unser bestes geben, bis die Finger nichts mehr halten können oder keine Haut mehr dran ist :D
Bericht und Bilder folgen, sobald wir alle 3 Hallen überstanden haben.


Quelle Bild: Boulderhalle E4 Nürnberg

Der Sommer ist LEIDER vorbei...

01 Sep 2017

aber das wird uns nicht daran hindern, unseren Körper zu stählern und noch fitter zu machen! :)

Hier folgende Trainingszeiten: (Zeiten geben Start des TRAININGS an )     

  • Gymnastik/Rückenschule/Ausdauer, Montags 20:30 Uhr - 21:30 Uhr, Seeweiherhalle     (Sportzeug + ggf. Gymnastikmatte)    
  • Powergymnastik für Trainierte, Montags 20:15 Uhr - ca. 21:30 Uhr, Seeweiherhalle     (Sportzeug In- & Outdoor)    
  • Klettertraining ab 12 Jahren, Freitags 17:00 Uhr - 18:45 Uhr (oder länger), Bortenmachergasse   
  • Danach gehts als Fahrgemeinschaften weiter nach Treuchtlingen
  •   (Sportschuhe + Kletterausrüstung)    
  • Klettertraining von 6-12 Jahren, Samstags 10:00 Uhr - 12:00 Uhr, Bortenmachergasse (Sportschuhe + ggf. Kletterausrüstung) 

Wir freuen UNS auf EUCH und hoffen auf zahlreiches Erscheinen!  Mit freundlichen Grüßen Die Jugend des Deutschen Alpenvereins Weißenburg

Klettertour durch SW-Europa

07 Aug 2017

Die Sommerfahrt der Jugend hatte schon 2015 unter anderem die Verdonschlucht als Ziel. Dieses Jahr wollten wir diese wieder besuchen, allerdings nicht wie damals zum Bootfahren und Deepwatersoloing sondern primär zum Mehrseillängenklettern an den berühmten bis zu 700 Meter hohen Kalkwänden des Canyons. Zu fünft starteten wir in dem mit Ausrüstung bepackten Bogner-Bus nach La Palud sur Verdon wo unsere Vorhut bereits wartete, die sich schon in Finale Ligure auf Klettern und Sonne eingestimmt hatte. Am ersten Tag nutzten wir die perfekten Bedingungen allesamt für verschiedene Mehrseillängen, für zwei sogar die erste Erfahrung in dieser Disziplin . Am nächsten Tag ging es für die meisten zum Sportklettern in eines der Seitentäler der Schlucht, für zwei besonders Mehrseillängenhungrige direkt in die nächste Wand. Abends erkundeten wir zu Fuß zur Abwechslung einmal den das Flussbett der Verdon tief in der Schlucht und machten spontan die “Ohne Licht durch den Tunnel”-Teambildungsmaßnahme. Nachdem wir an unserem Restday weiter nach Orlu, ein kleines Dorf in den Französichen Pyrenäen nahe der spanischen Grenze gefahren waren, trafen wir dort schließlich noch drei Nachzügler, womit unsere Gruppe mit 10 Abenteuerlustigen komplett war. Mit Pfannkuchen gestärkt hieß die heutige Kletterdisziplin, wer hätte es in den Pyrenäen anders gedacht, Bouldern. In dem Gebiet oberhalb des kleinen Dorfes liegen Bruchstein- bis Haushohe Granitblöcke auf dem Waldboden verteilt wie Hinkelsteine, die mit Routen in allen Schwierigkeiten geradezu danach schreien erklommen zu werden.

Mit zwei Crashpads bewaffnet nahmen wir die Herausforderung an und testeten unser Boulderkönnen an echtem Fels.

Nachdem wir die Pyrenäen über einige Passstraßen mit bühnenreifer Szenerie überwunden hatten, erreichten wir unser nächstes Ziel, einen Campingplatz in der Nähe des weltbekannten Klettergebiets Rodellar, das wir am Folgetag besuchten. Neben seinen beeindruckenden Felstoren und Felsen direkt neben dem im August beinahe ausgetrockneten “Río Mascún” bietet dieses Klettergebiet nicht nur erstklassige Routen, sondern auch für alle eine verdiente Abkühlung nach der Anstrengung im (gefühlt) eiskalten Wasser. Da uns dies so gut gefallen hatte, beschlossen wir am Folgetag einen etwas ausführlicheren Ausflug ins kalte Nass zu machen. Nach einem “kurzen” Stop bei einem ortsansässigen Outdoorausstatter wagten wir uns in unseren frisch erstandenen Neoprenshorties zum Flusswandern in den Río Vero. Beim sogenannten Canyoning durchquert man je nach Schwierigkeit eine Schlucht zu Fuß bis per Abseilen in Wasserfällen. Unsere Canyon war vergleichsweise leicht bewertet, wir konnten die meiste Zeit laufen oder schwimmen, an mehreren Stellen musste jedoch auch gerutscht, gesprungen oder abgeklettert werden: Für uns ein riesiger Outdoorspielplatz. Nach einer außerplanmäßigen Suchaktion nach zwei verschollenen Gruppenmitgliedern bis spät abends aßen wir schließlich als Tagesabschluss im letzten offenen typisch spanischen Restaurant: “Frankfourt”. Den nächsten Tag nutzten wir, um unseren Standort 150 km gen Osten zu versetzen, nach Camarasa, ein Klettergebiet direkt am Segre. Dieses Klettergebiet war nahezu perfekt, gut und neu eingebohrte Routen in moderaten Schwierigkeitsgraden, direkt auf unserer Route und der Zustieg gerade so weit, dass man vom Fahrersitz unserer Busse hätte sichern können. Glücklicherweise trocknete der Fels nach einem mittäglichen Wolkenbruch innerhalb kürzester Zeit ab, sodass sich die meisten von uns uns auf den Fels stürzen konnten, andere dösten lieber unbeeindruckt auf den Crashpads. Abends am Campingplatz angekommen überraschte uns ein weiterer Wolkenbruch beim Lageraufbau mit einer unverhofften Dusche und wir mussten LEIDER doch im campingplatzeigenen Restaurant schlemmen. Der Regen kam uns am nächsten Tag allerdings sogar gelegen, da wir nun endlich die mitgebrachten Boote auf der “Noguera Pallaresa” bei einem ordentlichen Wasserstand ausprobieren konnten. Wir stiegen 7 km flussaufwärts ein, um dann bis direkt an den Campingplatz fahren zu können. Auf dem Weg mussten wir Stromschnellen durchqueren, die Boote einige Male ausleeren, ein Wehr überwinden und auch eines der Boote mit Panzertape notdürftig zu einem Floss umbauen. Diese Erfahrungen waren uns allerdings trotz Neoprenanzügen etwas zu frostig, weshalb wir den nächsten Tag kurzerhand dazu nutzen bei geschätzten 35 Grad im Schatten an den nahegelegenen Felsen Klettern zu gehen. Nachdem wir auf unserer Reise bereits an Kalk und Granit geklettert waren, bot sich hier die Möglichkeit Konglomerat kennen zu lernen, ein vollkommen anderes Klettererlebnis. In der Sonne hielten wir es allerdings nur bis zum frühen Nachmittag aus und ließen den restlichen Tag im Pool und auf dem Volleyballfeld ausklingen. Unsere Route führte uns am nächsten Tag weiter am Konglomeratgebirge Montserrat nordwestlich von Barcelona vorbei an die Mittelmeerküste. Dort verbrachte ein Teil einen Nachmittag klassischen Strandurlaub, andere nutzen die Gelegenheit zum Springen und Klettern an den Felsklippen der Bucht. Außerdem stellte sich heraus, dass zwei gewisse Gruppenmitglieder nicht nur ein außerordentliches Talent beim Bergsport hatten, sondern sie ihren perfekten Hüftschwung beim Zumbatanzen am Strand zur Schau stellen konnten.  Die überaus gelungene Woche feierten wir mit einem typisch spanischen Tapasessen an der Promenade von l’Escala. Am nächsten Tag traten wir gemeinsam die Rückreise nach Frankreich an, wo wir noch einen kleinen Abstecher an die “Pont du Diable” machten. Dort trennten sich schließlich unsere Wege, da die Hälfte von uns in der nächsten Woche bereits in der Heimat sein mussten. Der Rest machte sich auch auf gen Norden in die Tarnschlucht. Dort verbrachten wir den ersten Teil der Woche beim entspannten Baden, Klettern und Bootfahren. Der sich mit Brücken, Seilrutschen und Leitern  zwischen Kalktürmen auf ein Karstplateau schlängelnde Klettersteig machte unsere Anzahl an Kletterdisziplinen dort fast vollständig. Da in unseren Geldbeuteln nach 2 Wochen bereits etwas Ebbe war, mussten wir uns unser Essen in der Jonte selbst fangen. Zwei benachbarte Franzosen hatte uns das Flusskrebsjagen und Zubereiten zuvor gezeigt. Vor der Weiterfahrt sparten wir uns kurzerhand auch noch eine Nacht auf dem Campingplatz um beim Freiluftübernachten am Ausstieg des Klettersteigs den Sonnenaufgang über der Schlucht zu sehen. Das letzte Zwischenziel auf unserer Heimreise waren schließlich die bekannten Klettergebiete am Chassezac. Dort verbrachten wir die letzten Tage jeweils zuerst beim Klettern am Rand des Kiesbetts des Flusses und anschließend beim Abkühlen im Wasser. Die Versuche den Chassezac mittels Slackline zu überqueren scheiterten leider kläglich, es machte dennoch Spaß. Schließlich war es auch für uns Zeit tatsächlich die Heimreise anzutreten. Auf dem Weg badeten wir noch an der berühmten Felsbrücke Pont d’Arc und sorgten für einen Vorrat an französischem Gebäck, Limonade und Wein. Nach fast drei Wochen on tour ging somit auch diese schöne Reise zu Ende.

Kids am Höhenglücksteig

03 Jun 2016

Am 6.8. fand die Tagesfahrt für die Kletterkinder zum Klettersteig Höhenglück in der Hersbrucker Alb statt. Unter Leitung von Sarah und Laura Gloßner übten fünf Kids am vorgelagerten Übungsklettersteig zuerst den richtigen Umgang mit dem Klettersteigset, um dann ohne Probleme den Steig zu meistern. Aufgrund von Regen am Vortag waren erstaunlich wenige Besucher in dem beliebten Gebiet unterwegs, was eine gemütliche Begehung ohne Stau möglich machte. Der Waldboden war zwar noch etwas feucht und bei den Gehstücken zwischen den Klettersteigteilen rutschte so mancher Fuß im Laub ab, aber die Kletterstellen waren schon abgetrocknet. So wurden mit viel Spaß alle drei Teile des Höhenglücksteigs begangen, inklusive des kurzen dritten Teils, der viel Armkraft erfordert. Die klettererprobten Jungs hatten damit jedoch kaum Probleme. Belohnt wurde die Gruppe mit  tollen Ausblicken über die Wälder und hinterher mit einem Eis im Städtchen Hersbruck.  Eine Auswahl der Bilder gibt´s unter "Bilder/Videos"

Frängische Schweiz - Klettern

01 Mai 2016

Servus Leude, wir haben mal wieder bock auf die fränkische...  los gehts am 15.5. ab nach betzenstein am campingplatz hier die mail die ihr alle bekommen haben solltet... damit keiner denkt das es sich hier um spam handelt, haben wir das ganze etwas umgedichtet: 

Wir hoffen du hast dies schnell erhalten, wir sind nach Betzenstein verreist und haben unsere Taschen verloren samt Reispass und kreditkarten. Die botschaft ist bereit, uns ohne Pass klettern zu lassen. Wir müssen nur noch für das benzin und die campingrechnung zahlen. Leider haben wir keine Freunde dabei, die kredit karte könnte helfen aber die ist auch in der Tasche. Wir haben schon kontakt mit der Sektion aufgenommen, aber sie brauchen mehr zeit, um uns eine neue Ankündigung zu schicken. Wir müssen unbedingt den nächsten Holzstoß für Feuer am lager bekommen. Wir wollten dich fragen, ob Du uns ca 40 euro - oder zumindest deine pure anwesenheit - so schnell wie möglich leihen kannst. Günstig wäre ein eingang am 15. mai. Wir geben dir viel Organisation zurück sobald wir da sind. Das Geld durch Westerm Union ist die beste möglichkeit. Es könnte in zwei Nächten da sein. Wir warten auf deine Antwort. 

auf gehts, anmelden... mail bitte an benedikt.brugger(ät)gmail.com  

greetz, bene und maddin

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