Bleau Ostern 2026
Über die Osterfeiertage ging es für unsere JDAV-Gruppe nach Fontainebleau bei Paris – eines der berühmtesten und beliebtesten Bouldergebiete der Welt. Insgesamt waren wir 9 Teilnehmer ab 15 Jahren, für viele war es der erste Trip zum Bouldern am Fels. Fontainebleau ist bekannt für seine enorme Dichte an Bouldern, die kurzen Zustiege und die sehr gute Infrastruktur. Dadurch ist das Gebiet ideal für Gruppen mit unterschiedlichen Leistungsniveaus – vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen. Gleichzeitig trifft man dort auf eine offene, internationale Community von Boulderbegeisterten.
Donnerstag – Anreise und Aufbau
Früh am Morgen trafen wir uns in der Wiesenstraße, wo noch die letzten Taschen verstaut wurden. Nach einem kurzen Check ging es los Richtung Fontainebleau. Unterwegs sammelten wir noch den letzten Teilnehmer ein, sodass unsere Gruppe schließlich komplett war. Die lange Fahrt verging dank guten Gesprächen, Musik und wachsender Spannung auf das Bouldern am Fels wie im Flug.
Am Abend erreichten wir schließlich unseren Campingplatz La Musardière in Milly-la-Forêt. Nach der Ankunft hieß es: Zelte aufbauen, Schlafplätze einrichten und gemeinsam unser kleines „Basecamp“ für die nächsten Tage gestalten. Trotz der Müdigkeit war die Stimmung bestens – und die Vorfreude auf die nächsten Tage kaum noch zu übersehen.
Freitag – Erste Schritte am Fels
Nach einer ersten kalten Nacht starteten wir mit einem gemeinsamen Frühstück in den Tag. Dank des Kleinbusses von Lemmi’s Busreisen konnten wir bequem als ganze Gruppe ins Bouldergebiet fahren. Unser erstes Ziel war das Gebiet Franchard – ein Klassiker in Fontainebleau. Kurzer Zustieg, unzählige Sandsteinblöcke und Routen in allen Schwierigkeitsgraden und Stilen auf engstem Raum machten es zum perfekten Einstieg für unsere Gruppe.
Zu Beginn gab es eine Einweisung in die wichtigsten Grundlagen: Sicherheit, Umgang mit dem empfindlichen Sandstein, Verhalten gegenüber anderen Boulderern sowie allgemeine Tipps zum Bouldern am Fels. Für viele war es das erste Mal draußen – entsprechend groß waren die Motivation und die Begeisterung.
Den Abend ließen wir gemütlich beim gemeinsamen Kochen auf dem Campingplatz ausklingen.
Samstag – Perfekter Bleau-Tag
Der Tag begann erneut kühl und zunächst mit etwas leichtem Regen. Unser Ziel war der Sektor 95.2, der für seine schnell trocknenden Blöcke bekannt ist – wie sich zeigte eine
gute Entscheidung. Schon bald kam die Sonne heraus, und wir konnten bei bestem Wetter bouldern. Zwischen den Versuchen wurde im Sand auf den Crashpads entspannt, Baguette gegessen und anderen beim Klettern zugeschaut – oder direkt mitgemacht. Ein rundum perfekter „Bleau-Tag“, wie man ihn sich vorstellt.
Am Abend stand mit Rainbow Rocket noch ein echter Klassiker auf dem Programm – eindrucksvoll, aber nicht ganz ohne Verletzungsrisiko. Der Klettersport ist und bleibt nun einmal – auch bei größter Umsicht – mit einem gewissen Restrisiko verbunden.
Sonntag – Klassiker und letzte Kräfte
Trotz zunächst unsicherer Wetterlage wurden wir erneut mit einem sonnigen Tag belohnt. Es ging ins beliebte Gebiet Bas Cuvier, das für seine extrem hohe Dichte an erstklassigen Bouldern und den – selbst für Fontainebleau – extrem kurzen Zustieg bekannt ist. Man parkt praktisch direkt am Fels. Natürlich durfte auch ein Versuch an Klassikern wie La Marie-Rose nicht fehlen – vermutlich der bekannteste Boulder in Fontainebleau und historisch als erste 6a der Welt (Erstbegehung 1946) bedeutend.
Am letzten Klettertag wurde noch einmal alles gegeben: die letzten Haut- und Kraftreserven mobilisiert, letzte Projekte versucht und die gemeinsame Zeit am Fels voll ausgekostet, bevor es am Ostermontag wieder nach Hause ging.
Fazit
Ein rundum gelungener Trip: bestes Wetter, eine großartige Gruppe und jede Menge Spaß am gemeinsamen Bouldern in einzigartiger Umgebung. Besonders schön war zu sehen, wie schnell alle zusammengewachsen sind, sich gegenseitig unterstützt und gemeinsam Fortschritte am Fels gemacht haben.
Besser hätte der Urlaub kaum laufen können – das war definitiv nicht unser letzter Bleau-Trip!
Ein großes Dankeschön geht an alle Mitfahrer und Helfer sowie den DAV Weißenburg und Treuchtlingen für die Unterstützung.